4. Dezem­ber 2025

10 Jahre Beratungsbüro Thomas

und die etwas andere Geburtstagsfeier

Mein Büro ist zehn Jahre alt geworden. Ein runder Geburtstag – und während ich Anfang des Jahres noch überlegte, wie ich ihn gebührend feiern könnte, laut und bunt und groß, wurde dieser Wunsch in mir immer leiser…

Text & Bild | Nadi­ne Tho­mas

Mein Büro ist zehn Jah­re alt gewor­den. Ein run­der Geburts­tag – und wäh­rend ich Anfang des Jah­res noch über­leg­te, wie ich ihn gebüh­rend fei­ern könn­te, laut und bunt und groß, wur­de die­ser Wunsch in mir immer lei­ser.

Nach inten­si­ven Jah­ren, in denen ich im Beruf und im Pri­va­ten in der Außen­welt gefor­dert war, mel­de­te sich plötz­lich in mir ein inne­rer Anteil, der auf die Fra­ge, was ich mir zum Geburts­tag wün­sche, klar und bestimmt ant­wor­te­te: Zeit – für mich und mein Büro.

Wäh­rend es sonst mei­ne Auf­ga­be ist, mei­ne Exper­ti­se ande­ren Unter­neh­men zur Ver­fü­gung zu stel­len, woll­te dies­mal etwas in mir die eige­ne Fach­frau für sich selbst haben. Nicht im Unter­neh­men arbei­tend, son­dern am Unter­neh­men selbst.

Also habe ich die Idee der gro­ßen Geburts­tags­fei­er an den Nagel gehan­gen und mich auf die Rei­se in die Innen­welt mei­ner Unter­neh­mung gemacht.

Statt Jubi­lä­ums­fei­er – inne­re Arbeit. Statt Feu­er­werk eher ein Sor­tie­ren. Zeit für Leit­bild­ar­beit, Struk­tur­an­pas­sun­gen, Fokus schär­fen, mei­ne Ange­bo­te reflek­tie­ren und ers­te Arbei­ten zu einer aktua­li­sier­ten Web­sei­te. Statt Sekt­glä­sern also Per­for­mance-Tun­nel: Kon­zen­tra­ti­on, Gedan­ken­kraft und Krea­ti­vi­tät gerich­tet auf die Iden­ti­tät mei­nes Büros. Ein Inne­hal­ten, das mir erlaub­te, die nächs­ten Schrit­te kla­rer zu sehen. 

Bei der Rück­schau auf die zehn Jah­re tauch­te ein Bild auf, das mich seit mei­ner Grün­dung beglei­tet, aber in Ver­ges­sen­heit gera­ten war: ein Baum. Tief ver­wur­zelt. Kräf­ti­ge Kro­ne. Ers­te Früch­te. Und plötz­lich spür­te ich Stolz und das Ver­trau­en in mei­ne Arbeit. Bis dato hät­te ich die Ent­wick­lung mei­nes Büros viel­leicht eher humor­voll kom­men­tiert, ähn­lich wie Lori­ot in Pap­pa Ante Por­tas: „Mein Sohn ist sech­zehn. Er sitzt und spricht.“

Die­ser Baum ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Er steht da, weil unzäh­li­ge klei­ne und gro­ße Ent­schei­dun­gen und Hand­lun­gen ihn in sei­ner Ent­wick­lung gestärkt und wach­sen las­sen haben. Dazu gehört jedes Jahr auch die Fra­ge: Trägt mich das, was ich tue? Und tra­ge ich es noch? Die­ses Jahr, wie in den Jah­ren zuvor, lau­tet die Ant­wort: Ja.

Obwohl sich nun das Jubi­lä­ums­jahr dem Ende neigt, gibt’s noch viel zu tun. Die Web­sei­te, die digi­ta­le Iden­ti­tät mei­ner Unter­neh­mung, zeigt immer noch erst einen Bruch­teil des­sen, wofür mein Büro steht. Zehn Jah­re Wis­sen, Know-how und Erfah­rung war­ten dar­auf, auch dort sicht­bar zu wer­den.

Jetzt aber erst ein­mal: Stark und ent­schlos­sen, lie­bes Büro –
auf die nächs­ten zehn Jah­re.