15. Febru­ar 2019

Nein sagen 

Eine Buchempfehlung

 „Das Nein ermöglicht uns, auf persönlicher, beruflicher und gesellschaftlicher Ebene Grenzen zu setzen, um das zu schützen, was uns etwas bedeutet.“ Diesen Satz finde ich stark, genauso, wie das Buch…

Text & Bild | Nadi­ne Tho­mas

Die­sen Satz von Anja Förs­ter und Peter Kreuz fin­de ich stark:

„Das Nein ermög­licht uns, auf per­sön­li­cher, beruf­li­cher und gesell­schaft­li­cher Ebe­ne Gren­zen zu set­zen, um das zu schüt­zen, was uns etwas bedeu­tet.“

Ich fin­de den Satz genau­so stark, wie ihr Buch aus dem er ent­stammt: „Nein: Was vier muti­ge Buch­sta­ben im Leben bewir­ken kön­nen“. Das Buch betrach­tet das „Nein sagen“ aus den unter­schied­lichs­ten Per­spek­ti­ven. Förs­ter und Kreuz ver­ra­ten uns dar­in, war­um das Nein aus ihrer Sicht

„eines der wich­tigs­ten, bes­ten, sinn­volls­ten Wör­ter über­haupt“

ist. Sie „ver­dam­men“ uns mit ihnen quer­zu­den­ken.

Dabei wird deut­lich: Das „Nein“ ist für ein selbst­be­stimm­tes Leben wesent­lich.

Und für das „Nein“ braucht es nicht nur Ent­schei­dungs­frei­heit, son­dern auch die Ent­schei­dungs­fä­hig­keit, der bewuss­ten Wahl zwi­schen „Ja“ und „Nein“.

Es braucht

  • Raum – Ener­gie und Zeit „über das, was wir tun, nach­zu­den­ken“
  • Zwei­fel – um den „den Sta­tus quo zu hin­ter­fra­gen“
  • Dis­zi­plin – bei sei­nem Wort zu blei­ben
  • und Mut – zur eige­nen Ver­letz­lich­keit und eige­nen Posi­tio­nie­rung.

Kurz um: Es ist spür­bar beque­mer zu allem „Ja“ zu sagen.

Aber!

„Nein ist der Schlüs­sel für die Defi­ni­ti­on unse­rer Iden­ti­tät,“

schrei­ben Förs­ter und Kreuz.

„Das Wie und das Was, mit dem Sie heu­te Ihre Zeit ver­brin­gen, ist also das Ergeb­nis der Sum­me Ihrer frü­he­ren Ent­schei­dun­gen. Und das Wie und das Was, mit dem Sie mor­gen Ihre Zeit ver­brin­gen wer­den, ist ein Ergeb­nis der Sum­me Ihrer heu­ti­gen Ent­schei­dun­gen.“

Das ist so. Daher könn­te das Buch für alle die­je­ni­gen inter­es­sant sein, die sich frei­schwim­men, das eige­ne Leben selbst gestal­ten und öfter „Nein“ sagen wol­len.

Wer eine Hand­an­wei­sung sucht, ist hier aller­dings falsch bera­ten. Das Buch ist ein Ritt durch viel­fäl­ti­ge Über­le­gun­gen über das „Ja zum Nein!“ und weni­ger ein Rezept mit Lebens­an­lei­tung. „Nein sagen“ müs­sen Sie am Ende allei­ne.

 

Lite­ra­tur­ver­weis:

Förs­ter, A. & Kreuz, P. (2016). Nein: Was vier muti­ge Buch­sta­ben im Leben bewir­ken kön­nen. Mün­chen: Pan­the­on.